"Rhythmische Interaktionen" - Gelungene Ausstellung, reges Interesse

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Reges Interesse fand die Ausstellung von Axel Weiß, Obernbreit, in der ehemaligen Synagoge. Etwa zwei Dutzend Gemälde meist neueren Datums waren zu sehen.

Die zweite Ausstellung von Axel Weiß in der ehemaligen Synagoge (die erste fand 2009 statt) zeigte Werke, die im Geist des Abstrakten Expressionismus entstanden sind – jener künstlerischen Bewegung der 1950er- und 60er-Jahre, in der sich Malerei und moderner Jazz gegenseitig inspirierten. Beide Richtungen suchten nach neuen Ausdrucksformen jenseits fester Regeln: spontan, experimentell und voller Energie.

In seinen Gedanken zur Einführung wies Axel Weiß auf die Verwandtschaft seiner Art zu Malen mit dem Jazz der 50er und 60er Jahre hin. Wie in der Musik von John Coltrane oder Charlie Parker geht es auch in diesen Bildern um Improvisation und Freiheit. Schichtungen, Spuren, Übermalungen und Gesten verschmelzen zu einem vielschichtigen visuellen Rhythmus. Das Ergebnis sind Werke, die Bewegung, Klang und Emotion in Farbe übersetzen – kraftvoll, direkt und doch poetisch.

Die Ausstellung lud dazu ein, die enge Verwandtschaft zwischen abstrakter Malerei und improvisiertem Jazz neu zu entdecken. Beide sind Ausdruck einer Haltung: des Loslassens, des Suchens, des offenen Dialogs zwischen Form und Gefühl. Die Ausstellung wurde vom Künstler mit viel Gespür für die örtlichen Gegebenheiten zusammengestellt. So traten die Schichten des Gebäudes aus Jahrhunderten unterschiedlichster Nutzungsart in einen Dialog mit den vielfach geschichteten Bildern des Malers. 

Nach der Eröffnung am Freitag, den 17. Okotber 2025, war die Ausstellung an den folgenden beiden Tagen zu sehen und zog vor allem am Sonntag zahlreiche Besucher an, die sich von den Exponaten zur Interpretationsversuchen und Gesprächen mit dem Künstler animieren ließen.

Alle Fotos von Matthias Walz, Obernbreit